Samstag, 9. November 2013

Entschleunigung...

Da dieses Jahr besonders vertretungsintensiv war - und noch immer ist, versuche ich  - um mein Gleichgewicht nicht ganz zu verlieren - mich zumindest am Wochenende zu "entschleunigen".
Das heißt, ich versuche den Tag so zu gestalten, wie meine innere Uhr es vorschlägt.

Aufstehen, wenn ich von selbst wach werde, und mich ausgeruht fühle. Das kann um 6 Uhr morgens sein, aber auch erst um 10 Uhr. Ich setze mich dann bewußt gemütlich hin und trinke erstmal einen Kaffee oder Tee - je nach Lust und Laune, lese Zeitung oder Blogs.

Natürlich stehen auch Wege zu erledigen an  - besonders am Samstag. Ich sage nur: Wocheneinkauf. Aber hier versuche ich schon zurückzuschalten. Die Uhr bleibt zu Hause. Das auf die Uhr sehen ändert ja ohnedies nichts an der Entfernung zum Supermarkt, nichts an der Länge der Warteschlange an der Kassa oder am Heimweg. Auch der Einkaufswagen wird nicht leichter, wenn man auf die Uhr guckt, und bereits überlegt, was man wann und wie erledigen sollte.

Am Wochenende gönne ich mir den Luxus, einfach mal einen Schritt nach dem anderen machen zu können. Es ist egal, ob der Abwasch 10 Minuten dauert - oder eine halbe Stunde, seine Dauer hängt nicht davon ab, wie oft ich auf die Uhr gucke - aber die innere Einstellung. Je öfter man auf die Uhr blickt, desto mehr setzt  man  sich mitunter unter Druck. Völlig sinnlos.

Sicher, wenn ich einen Termin einhalten muss, weil ich mich zu einer bestimmten Zeit verabredet habe, dann gucke ich auch noch auf die Uhr und achte darauf pünktlich zu sein. Aber wenn ich zur Abwechslung mal nichts konkretes geplant habe, dann versuche ich, die Uhr tatsächlich zu ignorieren.

Ich richte mich nicht mehr nach der Uhr. Ich esse, wenn ich hunger habe, und wenn ich abends müde bin, dann gehe ich eben ins Bett. Und wenn das um 9 Uhr abends der Fall ist, dann ist das so. Ich habe ja den Luxus, mein Leben nicht nach Kindern und/oder einem Lebensgefährten ausrichten zu müssen.
Meine Katzenkinder wollen ihr Futter auf den Tellern und das Kisterl sauber - und sie wollen Kuscheln und beschäftigt sein. Aber auch sie gucken da nicht auf die Uhr...

Ja, es funktioniert.
Anfangs habe ich mich unwohl dabei gefühlt.
Irgendwie kam es mir total verschroben vor, bis ich festgestellt habe, dass es mir gut tut.
Unter der Woche bin ich im Lauf der Uhr gefangen. Zu bestimmten Zeiten müssen gewisse Dinge einfach erledigt sein. Aber am Wochenende ist das nicht so. Der Supermakt hat bis 18:00 Uhr offen - ich muss nicht zu einer bestimmten Uhrzeit dort sein. Lustigerweise bin ich so aber sogar meist früher dort als vor meiner Umstellung. Und der Tag ist viel entspannter.
Ich werde ruhiger und kann die Woche abschütteln - außerdem etwas ausgeruhter und erholter in die neue Woche starten. Und das ist doch echt viel wert.

1 Kommentar:

  1. Hallo, wie steht es derzeit um deine neue Waschmaschine? Hat dir schon jemand geholfen?

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