Montag, 25. Januar 2016

Versuch: Haarefärben mit Henna

Ich bin ganz verrückt nach roten Haaren.
Eine Zeit lang habe ich mir eingebildet, ich will zu meiner Naturhaarfarbe zurück. Warum, das kann ich so genau nicht sagen... Als ich das altbekannte "Feldhasenmatschbraun" durchzogen mit silbernen Fäden sah wurde mir ja doch wieder ganz anders.

Aber die ganzen Chemiebomber gingen mir auf die Nerven, weil die meinen Haaren nicht wirklich gut tun. Also bin ich vor längerer Zeit von Färben komplett auf Tönen umgestiegen. Ohne Wasserstoff und ohne Ammoniak.
Zwar wurden die Haare davon wieder schöner - zumal ich auf vor über einem Jahr auf silikonfreie Produkte umgestiegen bin, aber die Tönungen halten nicht lange und Waschen sich total schnell aus, was gerade bei roten Haaren nicht sehr prickelnd ist, und die silbernen Haare kommen auch recht schnell wieder durch.

Also hab ich mich in die Weiten des Internets begeben. Pflanzenhaarfarbe wollte ich ausprobieren, aber welche? Und worauf muss ich achten. Soll ja auch eine ziemliche Sauerei sein - und ewig dauern.

Ich bin dann also nach Stunden des Lesens auf eine Farbe gestossen, die auf Henna basiert und speziell für braunes bis schwarzes Haar geeignet sein soll. Angeblich soll sie ein wunderschönes Rot zaubern.
Natürlich bekommt man das ich Wien nicht. War klar.
Aber da gibt es ja glücklicherweise meinen heißgeliebten Amazonenshop. Und da gibt es die Farbe. Kostet gerade mal etwas über 5 Euro und ist selbst mit Versand noch billiger als meine früheren chemischen Farben.

Eigentlich... ja eigentlich wollte ich mit meinem Farbexperiment bis zum Wochenende warten. Aber der Tag heute war derart stressig, dass ich mir dachte, dass es mir gut tun würde heute Abend zu entschleuningen.
Am Heimweg also Rotwein und neue silikonfreie Spülung gekauft.
Wein aufgekocht und Pulver nach Rezept angerührt. Ich weiß nicht, ob ich besonders schlau bin, oder warum ich immer nur von großer Sauerei mit braunem Matsch gelesen habe, weil das Auftragen der Masse recht schwierig ist...
Ich habe einen Shaker zweckenfremdet, den ich ohnehin nicht benutze. In diesen habe ich die Masse nach gutem Durchrühren eingefüllt und nochmal gut mit dem Shaker bearbeitet, bis alle Klümpchen aufgelöst waren. Durch die Trinköffnung konnte ich dann auch die Masse gut portioniert in meine Haare einarbeiten. Denke ich. Zumindest sind Möbel und Bogen sauber geblieben.

Inzwischen sitze ich mit Folie auf dem Kopf und Handtuchturban vor dem PC, trinke Tee und warte ab. Ich lasse die Masse jetzt einfach bis vor dem Schlafengehen im Haar - in der Anleitung stand, dass man etwa 2 Stunden einwirken lassen soll. Da ich die Haare trockenföhnen möchte, ich ich ins Bett gehe, paßt dass dann genau.

Ich werde berichten.
Und wenn es was zu berichten gibt - soll heißen, wenn die Haare die Farbe angenommen habe, schreibe ich auch auf, welches Produkt ich verwendet habe...
Ich bin gespannt.

Was ich jetzt schon sagen kann:
Ich finde den Geruch nach Heu und Spätsommer allemal angenehmer, als die chemische Pampe von früher. Und im Gegensatz zur Chemiekeule juckt und brennt auch nichts. Jetzt muss die Masse nur noch die Haare bunt machen :)

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