Montag, 28. März 2016

Wo ist mein Platz im Weltgefüge?

Witchy Cat Graphics & Comments
~Magickal Graphics~

Manchmal, da frage ich mich... wo eigentlich mein Platz im Großen Ganzen ist. Es sind die Momente, wenn ich mein Leben betrachte, und feststelle, wie sehr es sich von dem Leben unterscheidet, das ich mir stets für mich selbst vorgestellt habe.


Als Kind war mir sonnenklar, dass ich heiraten und Kinder haben werde. Ich träumte von einem kleinen Häuschen mit Garten, in dem ich Kräuter pflanze und meine Kinder spielen können.

Als Teenager war der Traum noch immer da, da allerdings hatte ich bereits meine Liebe zu feinstofflichen Dingen erkannt, und nannte das Häuschen mein Hexenhaus.

Als junger Erwachsener, schien es mir, als würden sich meine Träume erfüllen. Ich hatte einen Partner gefunden, den ich sehr liebte. Aber Kinder und Haus waren noch fern. Es reichte gerade mal für eine kleine Wohnung. Aber wir waren auch noch jung.

Ich entdeckte meine Liebe für energetisches Heilen und Orakelkarten, war im Internet sehr aktiv und hatte viele Kontakte geknüpft. Der Traum vom Hexenhaus verknüpfte sich mit der Idee eine Praxis für energetisches Heilen zu eröffnen.
Irgendwann einmal.

Doch dann kam alles anders.
Mein Partner wollte keine Kinder - und mich wollte er auch nicht länger. Andere Frauen waren interessanter gewesen. Vielleicht ist es aber wirklich so gewesen, wie er mir gesagt hat – vielleicht habe ich einfach alles falsch gemacht. Und vielleicht bin ich tatsächlich nicht beziehungskompatibel.
Es folgte eine unschöne Trennung, ich stand von heute auf morgen ohne Wohnung, Rücklagen oder sonstiges da.
Meine Mutter nahm mich damals auf, ich wohnte einige Monate in meinem alten Kinderzimmer. Naiv war ich gewesen, hatte nicht an die Zukunft gedacht, nicht vorgesorgt. Unser Credo war immer gewesen: Wir sind noch jung, jetzt genießen wir das Leben erstmal.

Aber ich kam wieder auf die Beine.
Es hat eine Zeit lang gedauert, einige Jahre arbeitete ich im Prinzip für meine Fixkosten und die Bank. Mein Glaube hat mir sehr geholfen in dieser Zeit. Mein Glaube, und meine Freunde.

Nun bin ich also seit einigen Jahren alleine.
Ich habe eine kleine Wohnung und zwei Katzen. Finanziell geht es mir nicht gut, aber ich habe alles, was ich zum Leben brauche, und habe erkannt, dass mehr gar nicht nötig ist. Ich bin zufrieden, ohne Urlaube, ohne Auto – einfach so, wie es ist.

Allerdings frage ich mich manchmal.
Ist das schon alles? Ich meine…, unter der Woche früh aufstehen, in die Arbeit gehen, abends erschöpft nach Hause kommen, ein wenig den Hobbies als Ausgleich nachkommen, die Wochenenden mit Freunden und Familie verbringen.
Ist es ein Anflug von Größenwahn, wenn man sich fragt, ob da nicht etwas Anderes sein sollte? Ob man der Welt mehr geben könnte – auf eine andere Art und Weise vielleicht?

Meinen Traum von der Praxis habe ich aufgegeben – ich kann es mir nicht leisten, all die vielen Kurse zu besuchen, die ich gerne machen würde, vom Weg in die Selbstständigkeit will ich gar nicht sprechen.

Aber auch der Traum von den Kindern scheint im Moment ausgeträumt. Ich bin 36 Jahre alt, habe keinen Partner, noch nicht mal jemanden der latent interessiert an mir ist. Ich bin der Kumpeltyp geworden.
Und immer öfter frage ich mich – ob ich der Mutterschaft überhaupt gewachsen wäre.

Ich habe damit abgeschlossen. Bin alleine (All-Eine) und eigentlich zufrieden damit. Doch was mir in letzter Zeit- schon seit Monaten immer wieder durch den Kopf geistert, ist eine Weihe. Ich überlege, mich der Großen Mutter zu weihen. Mein Leben ganz in ihre Hände zu legen. Meinen persönlichen Traum von Avalon zu leben. Mich neben meinem Beruf mehr um meine Seele zu kümmern, um meine Spiritualität. Die Verbindung zum Göttlichen wiederzufinden, die mir in den letzten Jahren etwas verloren gegangen ist.

Und ich wünsche mir Kontakt zu gleichgesinnten Frauen. Zu Hexen, Heidinnen, Schamaninnen. Aber ohne Konkurrenzdenken, wie ich es schon einmal vor vielen Jahren erlebt habe. Damals zerbrach vieles, weil eine der anderen die Klicks auf ihrer Webseite neidig war, den Erfolg ihres Forums, oder warum auch immer. Ich hatte den Glauben an eine Frauengemeinschaft fast verloren. Aber inzwischen sehe ich im Internet Gruppen, wo das alles möglich zu sein scheint. Bilder, die soviel Liebe und Vertrauen spüren lassen, dass meine Sehnsucht neu erwacht ist.

Und so bin ich nun auf der Suche nach meinem Platz im Weltengefüge. Noch habe ich ihn nicht gefunden. Aber eine Reise beginnt ja stets mit dem ersten Schritt…

Kommentare:

  1. Hallo Rea,
    deine neuen Pläne klingen sehr schön und ich würde jetzt aus dem Bauch heraus sagen, dass du dich der großen Mutter weihen solltest, wenn es sich für dich richtig anfühlt :0) Du weißt doch, dass nichts ohne Grund passiert.
    Ich bin gespannt, wie es bei dir weiter geht.
    LG
    Sjel

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    1. Hallo Sjel,

      es ist ein Wunsch, der sich seit Jahren immer mal wieder in meinen Gedanken manifestiert. Allerdings war es bisher stets nur ein Gedanke. So wie: "wäre es nicht schön, wenn..."
      Diesmal fühlt es sich anders an, eher wie ein "das solltest du tun."
      Und weil ich gelernt habe, dass auch aus negativen Situationen meist eine positive Erfahrung wachsen kann, sehe ich der Zukunft trotz allem gelassen entgegen.
      LG
      Rea

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  2. Liebe Rea, gib nicht auf. Wachse aus den Erfahrungen die Du gemacht hast. Schau geradeaus und lass alles Bittere und Finstere hinter Dir. Vor Dir liegt ein neues Abenteuer. Und wenn Du Dich darauf einlässt, dann öffnen sich ungeahnt Türen. Einen Schritt hast Du schon gemacht - der nächste wird Dich bergauf tragen. Liebe Grüße Isabella

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    1. Liebe Isabella,

      Manchmal ist es echt schwer, das was uns runterzieht loszulassen. Auch wenn man genau weiß, dass man das tun sollte.
      Aber ich sehe trotzdem gespannt und mit Freude in die Zukunft :) Meistens zumindest. *lächelt*

      Liebe Grüße
      Rea

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