Sonntag, 3. April 2016

Stellina und Juliette

Mein Knöchel macht noch immer Schwierigkeiten. Von daher bin ich "zur Ruhe verdammt", und meine Häkelnadeln haben Hochsaison.
Zuerst habe ich mich am Juliette Shawl versucht.
Ein recht einfaches Muster, wenn man die Abfolge mal durchschaut hat. Und je größer das Tuch wird, desto besser wirkt das Muster, wie ich finde.
Und so saß ich in meinem bequemen Sessel, das Bein hochgelagert und habe vor mich hingehäkelt. Musik im Hintergrund laufen lassen, die Gedanken zogen ebenfalls dahin.
Und das Tuch wächst schnell.
Ich habe mich bewusst für den grauen Farbverlauf entschieden, weil ich fand, dass das Muster in kräftigen Farben zu sehr untergehen würde.
Außerdem hat das Tuch etwas sehr elegantes, wie ich finde. Passend, um es zum "kleinen Schwarzen" ins Theater um die Schultern zu legen. Und der elegante Touch wird durch die grau-weiße Farbgebung unterstrichen.

Nun ist es aber so, dass man doch auf das Muster achten muss, auch wenn es nicht wirklich schwer ist. Und wenn die eigenen Gedanken sich immer wieder um ganz andere Dinge drehen, verliert man dann doch die Orientierung und schon muss man ribbeln. Es ist nämlich so, dass das Muster keinen Fehler verzeiht. Fehlerchen eingeschlichen... zack... die nächste Reihe ist nicht abzuschließen, der Mustersatz zerstört.
Es musste also ein Zweitprojekt her. (Ja, ich häkle immer an zwei Projekten gleichzeitig).
Da kam mir Stellina gerade recht. Der Anfang ist nicht ganz einfach, da muss man noch sehr aufpassen. Doch sobald man den Anfang hinter sich gebracht, und die Zunahmen verstanden hat, ist es wirklich einfach und kommt ohne Zählen aus.
Weil das Tuch tatsächlich nur aus Stäbchen und Wendeluftmaschen besteht.
Ein Garnfresser ist dieses Tuch. Und es dauert nicht lange, bis es eine gefühlte Ewigkeit dauert von einem Ende einer Reihe zum anderen zu kommen. Aber dafür kann man herrlich die Gedanken ziehen lassen, weil man eigentlich nicht wirklich was falsch machen kann, wenn man sich stets an der Vorreihe orientiert.
Stellina wächst, wie von selbst. Die Zacken prägen sich ganz alleine aus, und kreieren ein Tuch, das mal ganz etwas Anderes ist.

Wie schon bei den letzten Projekten verwende ich auch hier wieder die Schachenmayr Micro Ombre´ Color. Ich liebe diese Wolle, Die Läuflänge hat bisher zu jedem meiner Projekte gepaßt und die Wolle ich so schön kuschelig weich, dass man sich gerne in die entstandenen Tücher hüllt.

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